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DSGVO Grundlagen

AVV nach DSGVO Art. 28 — Vollständiger Leitfaden 2026

Was ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist, wann er Pflicht ist, und welche 13 Mindestinhalte er enthalten muss. Mit konkreten Beispielen für Stripe, Google Workspace und Vercel.

Artikel-Info

Veröffentlicht01. Juni 2026
Lesezeit8 Minuten
KategorieDSGVO Grundlagen
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Was ist ein AVV?

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist ein schriftlicher Vertrag zwischen einem Verantwortlichen (du) und einem Auftragsverarbeiter (z.B. Stripe, Google, Vercel). Er regelt, wie der Auftragsverarbeiter personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet.

Die Rechtsgrundlage ist Art. 28 DSGVO. Ohne AVV drohen Bußgelder bis zu 10 Mio. € oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes.

Wann brauchst du einen AVV?

Immer wenn ein externer Dienstleister in deinem Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet. Das betrifft fast jeden Online-Dienst:

  • E-Mail-Marketing: Mailchimp, Brevo, ActiveCampaign
  • Payment: Stripe, PayPal, Mollie
  • Hosting: AWS, Vercel, Hetzner, DigitalOcean
  • Analytics: Google Analytics, Plausible (auch wenn DSGVO-konform)
  • CRM: HubSpot, Salesforce, Pipedrive
  • Kommunikation: Slack, Microsoft Teams, Zoom

Die 13 Mindestinhalte nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO

Ein rechtlich wirksamer AVV muss mindestens enthalten:

  • Gegenstand und Dauer der Verarbeitung
  • Art und Zweck der Verarbeitung
  • Art der personenbezogenen Daten
  • Kategorien betroffener Personen
  • Pflichten und Rechte des Verantwortlichen
  • Weisungsgebundenheit des Auftragsverarbeiters
  • Vertraulichkeitspflicht
  • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM)
  • Regelung zu Subauftragsverarbeitern
  • Unterstützung bei Betroffenenanfragen
  • Löschung oder Rückgabe nach Auftragsende
  • Nachweis- und Prüfpflichten
  • Drittlandübermittlungen (Schrems II)

Häufige Fehler

Fehler 1: Kein AVV mit US-Anbietern

Viele Selbstständige nutzen Stripe, Google Analytics oder AWS ohne AVV. Das ist ein DSGVO-Verstoß.

Fehler 2: Veraltete AVV-Vorlagen

Nach dem Schrems-II-Urteil (2020) und dem EU-US Data Privacy Framework (2023) müssen AVVs aktualisiert werden.

Fehler 3: Fehlende Subauftragsverarbeiter-Klausel

Stripe nutzt AWS als Infrastruktur — das muss im AVV stehen.

Fazit

Ein AVV ist keine Formalität, sondern ein echtes rechtliches Dokument. Mit Compliflow generierst du in 10 Minuten einen DSGVO-konformen AVV — kostenlos, kein Account nötig.